"> Mitsubishi 6UEC50LSE
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Mitsubishi

6UEC50LSE

The Mitsubishi 6UEC50LSE is a six‑cylinder, low‑speed 2‑stroke diesel main engine delivering up to 7 320 kW, known for its high specific fuel consumption efficiency and IMO Tier II compliance.

Mitsubishi 6UEC50LSE
7320.0 kW
Power
205,000 kg
Weight

Engine Specifications

6
Cylinders
500 mm
Bore
1620 mm
Stroke
7,320 kW
MCR Power
147.0 rpm
MCR RPM
18.5 bar
MEP
2-stroke
Stroke Type
Family: Mitsubishi UEC (LS/LA/LSE/LSII) · Tier: IMO Tier II · Fuel: HFO, MDO

Inspector Detail

Designation decoded

6 = Anzahl der Zylinder (6-Zylinder-Reihenmotor), UEC = Unified Exhaust-port Crosshead (Zweitakt-Kreuzkopfmotor-Baureihe von Mitsubishi), 50 = Zylinderbohrung in cm (500 mm), LSE = Long Stroke Eco (langhubige, ökonomisch optimierte Variante)

Background

Der 6UEC50LSE ist ein 6-Zylinder-Zweitakt-Kreuzkopfmotor mit 500 mm Bohrung und 1620 mm Hub aus der Mitsubishi UEC-Baureihe. Die LSE-Ausführung (Long Stroke Eco) ist auf kraftstoffeffizienten Betrieb und niedrige Emissionen ausgelegt, mit einem mittleren effektiven Druck von 18,5 bar. Der Motor findet Verwendung als Hauptantrieb in Panamax-Bulkern und mittelgroßen Containerschiffen und wird von MHI / J-ENG hergestellt.

Calculated metrics

Stroke To Bore Ratio
3.24
Mean Effective Pressure Bar
18.5

Inspector checklist

Zylinderlaufflächen und Kolben
  • Bore-Gauging an allen Zylindern durchführen und Verschleißtrend dokumentieren
  • Kolbenringzustand: Stoßspiel, Seitenspiel, Chromschicht-/Cermet-Beschichtung
  • Kolbenkrone auf Heißrisse, Auswaschungen und Muldendeformation kontrollieren
Kreuzkopf und Triebwerk
  • Kreuzkopflager-Spielmessung und Vergleich mit Grenzwerten
  • Pleuelschrauben-Längung messen und Anzugsprotokoll überprüfen
  • Kurbelwellen-Deflection aufnehmen
Nockenwelle und Steuerung
  • Kettenantrieb: Längung, Kettenradabnutzung und Spannereinstellung
  • Nockenprofile auf Pitting und Abrieb inspizieren
  • Einspritz- und Auslasssteuerzeiten verifizieren
Auslassventile und Abgassystem
  • Auslassventilspindel und Sitz auf Heißkorrosion und Abbrand prüfen
  • Rotocap-Drehfunktion testen
  • Abgassammler und Kompensatoren auf Risse inspizieren
Kraftstoffsystem
  • Einspritzdüsen auf Dichtheit, Strahlbild und Öffnungsdruck prüfen
  • Kraftstoffpumpen-Timing und Fördermenge kontrollieren
  • Cat-Fines-Gehalt im Kraftstoff überwachen (< 15 mg/kg)
Kühl- und Schmiersystem
  • Zylinderölverbrauch und Feedrate überprüfen
  • Kolbenkühlöl-Temperaturdifferenz dokumentieren
  • Hauptlager- und Kreuzkopföldruck kontrollieren

Logbook reference values

Parameter Expected Deviation means
Abgastemperatur je Zylinder 310–370 °C bei Nennlast Erhöhte Temperatur deutet auf Einspritzprobleme, Ventilleckage oder unzureichende Ladeluft hin
Mittlerer effektiver Druck (MEP) ~18,5 bar bei Volllast Abweichungen nach unten signalisieren Leistungsverlust durch Verschleiß oder Steuerzeiten-Drift
Spülluftdruck 1,8–3,2 bar (lastabhängig) Zu niedriger Druck zeigt Turbolader-Fouling oder Ladeluftkühler-Verschmutzung
Zylinderöl-Verbrauch 0,5–0,9 g/kWh Anstieg deutet auf Laufbuchsen- oder Kolbenringverschleiß hin
Max. Zünddruck (Pmax) Gemäß Herstellerangabe ± 5 bar Reduzierter Pmax weist auf Kompressionsverlust oder Einspritz-Timing-Fehler hin
Kühlwasseraustrittstemperatur 78–85 °C Überhöhte Werte signalisieren Kühlsystemprobleme
Kolbenkühlöl-Austrittstemperatur 45–55 °C Zu hohe Werte weisen auf Verkokung in Kolbenkühlräumen oder Durchsatzproblem hin
Kurbelgehäuse-Ölnebelkonzentration < 2,5 % LEL, kein Alarm Alarm deutet auf Heißläufer an Lagern hin

Common Failure Modes

Cold Corrosion der Laufbuchse
Symptoms: Erhöhter Verschleiß der Laufbuchse (>0,1 mm/1000 h), graues Verschleißmuster, erhöhter Eisengehalt im Abflussöl
Causes: Zu niedrige Laufbuchsentemperatur im Eco-Betrieb, Zu niedrige BN (Base Number) des Zylinderöls bei schwefelreichem Kraftstoff, Längerer Betrieb unter Teillast ohne Temperaturanpassung
Preventive: Laufbuchsentemperatur durch Kühlwasserregelung optimieren, BN-angepasstes Zylinderöl verwenden, Zylinderöl-Feedrate beim Slow-Steaming erhöhen
Auslassventil-Sitzerosion
Symptoms: Ungleichmäßige Abgastemperaturen, hörbares Blow-by, Leistungsverlust am betroffenen Zylinder
Causes: Hoch-Vanadium-HFO, Ventilspindel-Verzug, Rotocap-Funktionsverlust
Preventive: Ventilsitzschleifen nach festgelegten Betriebsstunden, Rotocap bei jeder Inspektion testen, Stellite-Sitzflächen auf Verschleiß messen
Kraftstoffpumpen-Plunger-Erosion durch Cat Fines
Symptoms: Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch, ungleichmäßige Einspritzung
Causes: Katalysatorpartikel (Al₂O₃ + SiO₂) > 15 mg/kg im gebrauchsfertigen Kraftstoff, Mangelnde Separatorleistung, Unzureichende Partikelfilterung
Preventive: Dreistufige Kraftstoffaufbereitung sicherstellen (Settling, Separation, Filtration), Cat-Fines-Gehalt vor und nach Separator messen
Turbolader-Fouling und Surging
Symptoms: Reduzierter Spülluftdruck, erhöhte Abgastemperatur, Turbolader-Surging-Geräusche bei Lastwechsel
Causes: Ablagerungen auf Turbinenschaufeln durch schlechte Kraftstoffqualität, Kompressorseitige Verschmutzung durch Ölnebel, Mangelhafte Turbolader-Waschwasserroutine
Preventive: Regelmäßige Turbolader-Trocken- und Nasswäsche nach Herstellerempfehlung, Abgas-Bypass-Ventil auf Funktion prüfen

Expert tips

  • 💡 Bei der LSE-Ausführung mit S/B-Ratio von 3,24 besonders auf die Kolbenbolzenbelastung und Kreuzkopf-Tribologie achten – der lange Hub erzeugt hohe Seitenkräfte.
  • 💡 Im Eco-Betrieb (Slow-Steaming) das Risiko der Cold Corrosion aktiv managen: Laufbuchsentemperatur ≥ Taupunkttemperatur halten und BN-angepasstes Zylinderöl einsetzen.
  • 💡 Bei 18,5 bar MEP die Indikatordiagramme regelmäßig nehmen und den Kompressionsdruck (Pcomp) im Trend verfolgen – frühzeitige Erkennung von Ringverschleiß.

Related components

Turbolader (MHI MET-Serie) Ladeluftkühler und Kondensatabscheider Nockenwellen-Kettenantrieb und Kettenspanner Kraftstoff-Separatoren (Purifier/Clarifier) Zylinderöl-Lubricator mit variabler Dosierung Auslassventil-Hydraulik und Luftfeder Torsionsschwingungsdämpfer Kolbenkühlung (Teleskoprohr-Ölversorgung) Abgas-Economiser (Fouling-Risiko bei Teillast)

Classification & regulatory

MARPOL Annex VI, NOx Tier II: Bei Überholung NOx-relevanter Bauteile (Einspritzdüsen, Nockenwellenprofile, Steuerzeiten) das NOx Technical File und EIAPP-Zertifikat konsultieren. LSE-Motoren sind häufig EEDI-relevant – bei Leistungsänderungen die Einhaltung des EEDI-Wertes verifizieren. Scrubber-Betrieb, falls installiert, bei Inspektion mitberücksichtigen.

Reference content for inspector orientation. Always verify against manufacturer's manual, latest service letters and class society requirements.

Components & Design

Component data being added…

Technical Data

Bohrung x Hub UEC45LSE 450 x 1930 mm
Bohrung x Hub UEC50LSE 500 x 2050 mm
BMEP UEC45LSE 22.0 bar (C1-Variante 22.0 bar)
BMEP UEC50LSE 20-21 bar
Mittlere Kolbengeschwindigkeit UEC45LSE 8.5 m/s (Basis für 6-Zyl @ 130 rpm)
Mittlere Kolbengeschwindigkeit UEC50LSE 8.0-8.5 m/s
SFOC UEC45LSE 169 g/kWh (geprüft 2008)
SFOC UEC50LSE-Eco-B1 167 g/kWh (6-Zyl-Basis @ 124 rpm)
Trockengewicht UEC45LSE 195 Tonnen (6-Zyl-Basis), 161-243 t je nach Konfiguration
Trockengewicht UEC50LSE 188-405 Tonnen (5-10 Zyl mit Gusseisenbett-Optionen)
Leistung pro Zylinder UEC45LSE 1245 kW (6-Zyl @ 130 rpm)
Hub/Bohrung Verhältnis 4.0-4.29 (LSE-Serie)
Turbolader Mitsubishi MET (High-Efficiency-Typ) mit 2-stufiger Option
Lager Gleitlager mit Weißmetall (Aluminum- oder Zinn-Basis)
Energieeffizienz-Status Höchste Klasse in der Serie (gegenüber UEC52LA-Vorgänger)
IMO Tier-Compliance Tier II/III (Eco-Varianten mit SCR/LP-EGR)
Hubvolumen pro Zylinder UEC45LSE ~302 Liter (450 x 1930 mm)
Hubvolumen pro Zylinder UEC50LSE ~402 Liter (500 x 2050 mm)
unified from engine model True

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Common failures & inspection points

Einspritzventil-Verschleiß (Verschleißmarken auf Ventilsitz/Ventilteller durch mangelnde Kühlung oder Oxidation)

Borescope-Kontrolle der Abgasventil-Sitze auf Kratzer/Verschleiß, Dye-Penetrant-Test auf Risse, Leckage-Messungen (Ventil sollte 15 min unter Druckluft dicht halten)

Kolbenring-Verschleiß und Liner-Kratzspuren durch Schmierfilm-Unterversorgung (besonders bei Teillast-Betrieb)

Liner-Oberflächenkontrolle auf Kratzer/Furchen, Kolbenlauf-Gemietlich-messung, Schmiermittel-Durchflussrate prüfen (falsche Parameter für Teillastbetrieb)

Abgastrennkühler-Verschmutzung (Öl-Film + Wasser-Ablagerungen, insbesondere bei Trocknungs-Störungen)

Druckabfall über Kühler messen, Lufttemperatur nach Kühler prüfen, Abtropf-Separator kontrollieren auf Wasser-Ansammlung

Gleitlager-Abnutzung mit Weißmetall-Rauspressen durch Überbelastung (>10% Verschleiß kritisch)

Tägliche Kurbelgehäuse-Ölprobe auf Weißmetall-Partikel (>0.5 mm mit glatter Oberfläche beidseitig = Überbelastung), Lagerspiel-Kontrolle per Schieblehre

Kurbelwellenschliff-Ermüdung durch Spannungskonzentrationen (Fatiguebruch selten, aber möglich an Feder-Übergangsradien)

Kurbellagerflanschen mit Fehlerlupe auf Risse prüfen, Kurbelwellen-Durchbiegungsmessung per Messtaster (Indikatorenset: <0.1 mm kritisch)

Type-general inspection and maintenance points for this equipment category — not model-specific.

Suppliers & Spare Parts

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Equipment Model #38588 · ✓ still in production