Marines Radar erkennt Ziele über die Laufzeit des Echos eines gesendeten Pulses, und der praktische Unterschied zwischen Geräten läuft aufs Band hinaus, X-Band gegen S-Band — denn diese Wahl tauscht feine Auflösung gegen Leistung in Regen- und Seegangsclutter.
Je Hersteller ein gut dokumentiertes Modell — mit Foto, Kennwerten und Datenblatt-Angaben auf der Modellseite.
1.660 Modelle von 50 Herstellern. Darunter die Hersteller im Überblick und die vollständige Modellliste.
Radar ist ein aktiver Sensor: Es sendet eigene Pulse und misst das Echo, arbeitet also unabhängig von Satellitensignalen, AIS-Transpondern anderer Schiffe oder der Sicht — weshalb es das primäre Kollisionsschutz- und Landfallwerkzeug bleibt, wenn alles andere ausfällt. Die zentrale Konstruktionswahl im Radar selbst ist das Frequenzband. X-Band (um 9 GHz) gibt eine kürzere Wellenlänge und feinere Auflösung und ist darum die Standardwahl für Zielunterscheidung und Kollisionsvermeidung auf kurze Distanz. S-Band (um 3 GHz) hat eine längere Wellenlänge, die Regen- und Seegangsclutter weit besser durchdringt, um den Preis gröberer Auflösung — weshalb SOLAS-Schiffe ab einer bestimmten Größe beide führen müssen: X-Band fürs Detail, S-Band für verlässliche Erkennung bei schwerem Wetter. Eine Einband-Ausrüstung ist eine echte betriebliche Einschränkung, nicht nur eine Ersparnis, denn keines der Bänder allein deckt beide Aufgaben gut.
Vereint bei modernen Festkörpergeräten Sender, Empfänger und rotierende Antenne in einer mastmontierten Einheit und ersetzt die ältere Anordnung aus getrenntem Magnetronsender und Antenne der klassischen Pulsradare.
Ein rotierendes Schlitzhohlleiter-Array; längere Antennen geben feinere Peilauflösung — darum fahren größere Schiffe längere Scanner als kleine Fahrzeuge.
Verarbeitet die zurückkehrenden Echos zum Rundsichtbild, fährt die Zielverfolgung (ARPA) und legt bei integrierten Brückensystemen das Radarbild über die ECDIS-Kartendaten.
Magnetrongeräte erzeugen kurze Pulse hoher Leistung und sind einfach und robust, nutzen sich aber ab, denn das Magnetron selbst ist ein Verbrauchsteil; Festkörper-Pulskompressionsgeräte nutzen geringere Spitzenleistung über einen längeren, codierten Puls — mit vergleichbarer Reichweitenleistung ohne Magnetrontausch und generell besserer Nahbereichs-Clutterleistung.
SOLAS Kapitel V setzt die Ausrüstungspflichten: Frachtschiffe ab 3.000 Bruttoraumzahl und Fahrgastschiffe müssen zwei unabhängig arbeitsfähige Radaranlagen führen, davon eine als 9 GHz-Gerät (X-Band), so angeordnet, dass der Ausfall der einen die andere nicht lahmlegt. Radarausrüstung muss die IMO-Leistungsnormen erfüllen und eine Baumusterzulassung mit Verweis auf die einschlägige IEC-Prüfnorm tragen. Klasse- und Flaggenstaatsbesichtigungen prüfen, dass das Radar betriebsbereit und korrekt mit Kreisel-/Kurs- und Fahrtgebern verschaltet ist und dass die geforderte zweite Anlage wirklich unabhängig ist — ohne gemeinsamen einzelnen Fehlerpunkt mit der ersten.
Beide Radare regelmäßig gegeneinander vergleichen, nicht nur gegen die Karte - ein langsam sterbendes Magnetron verliert Reichweite allmählich, und der Unterschied wird erst offensichtlich, wenn das zweite, gesunde Gerät Seite an Seite geprüft wird.
Zuerst das am besten belegte Modell jedes Herstellers, dann das nächste — 100 von 1.660 Modellen in Radar. Jede Zeile führt zu Daten, Dokumenten und Servicehinweisen.
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