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Library Safety & LSA Rettungsmittel (LSA) EPIRB (406 MHz)
Rettungsmittel (LSA)

EPIRB (406 MHz)

Eine 406-MHz-EPIRB sendet ein schiffsidentifizierendes Notsignal an das Satellitensystem Cospas-Sarsat, wenn sie von Hand ausgelöst oder selbsttätig aus ihrer hydrostatischen Halterung freigegeben wird, und gibt den Rettungsleitstellen eine Ortung, die von der Bordkommunikation unabhängig ist.

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Was man an einem EPIRB (406 MHz) prüft.

Eine EPIRB ist kein allgemeines Notfunkgerät — sie ist eine Bake für einen einzigen Zweck, gebaut, um zu arbeiten, nachdem das Schiff selbst aufgehört hat zu arbeiten. Während ein DSC-Notruf oder ein Satellitentelefon darauf angewiesen ist, dass Bordnetz und Antennen noch heil sind, trägt eine EPIRB ihre eigene Batterie, ihre eigene Antenne und ihre eigene selbsttätige Auslösung, sodass sie weitersendet, nachdem das Fahrzeug, das sie trug, gesunken ist. Das 406-MHz-Signal allein reicht nicht, um Retter an die genaue Stelle zu führen; die meisten heutigen Geräte verbinden es mit einem eingebauten…

Was eine 406-MHz-EPIRB ausmacht

Eine EPIRB ist kein allgemeines Notfunkgerät — sie ist eine Bake für einen einzigen Zweck, gebaut, um zu arbeiten, nachdem das Schiff selbst aufgehört hat zu arbeiten. Während ein DSC-Notruf oder ein Satellitentelefon darauf angewiesen ist, dass Bordnetz und Antennen noch heil sind, trägt eine EPIRB ihre eigene Batterie, ihre eigene Antenne und ihre eigene selbsttätige Auslösung, sodass sie weitersendet, nachdem das Fahrzeug, das sie trug, gesunken ist. Das 406-MHz-Signal allein reicht nicht, um Retter an die genaue Stelle zu führen; die meisten heutigen Geräte verbinden es mit einem eingebauten oder angeschlossenen GPS für die Position und einem 121.5-MHz-Peilsignal, das Suchflugzeuge und Rettungsboote für den Endanlauf nutzen.

Anordnung der 406-MHz-EPIRB
Seitenansicht einer 406-MHz-EPIRB in ihrer selbstaufschwimmenden Halterung, mit Antenne, Blitzlicht, Handauslöseschalter und der hydrostatischen Auslösevorrichtung, die die Bake beim Sinken des Schiffs freigibt.

Hauptkomponenten

Selbsttätige hydrostatische Auslösung (HRU)

Die Halterung hält die EPIRB in ihrer Aufnahme, bis der Wasserdruck in etwa 1.5-4 Meter Tiefe die hydrostatische Auslösung betätigt und die Bake frei aufschwimmen und selbsttätig senden lässt, wenn das Schiff sinkt und niemand sie von Hand aussetzen kann.

406-MHz-Sender und Batterie

Ein dichtes, nicht wiederaufladbares Lithium-Batteriepaket versorgt das Gerät nach der Auslösung für mindestens 48 Stunden ununterbrochenen Sendebetrieb und hat ein eigenes Verfallsdatum, getrennt von der Gesamtlebensdauer des Geräts.

Eingebautes oder angekoppeltes GPS

Die meisten aktuellen Baken enthalten GPS, sodass schon die erste gesendete Aussendung eine auf etwa 100 Meter genaue Position trägt, was die Suchzeit gegenüber der reinen Doppler-Ortung aus dem Satellitenüberflug von Stunden auf Minuten verkürzt.

121.5-MHz-Peilsender

Ein getrenntes Signal geringerer Leistung, das nur zum Endanpeilen durch Suchkräfte dient, sobald sie im Gebiet sind — es wird nicht über Satellit überwacht und hat keine eigene Alarmierungsfunktion.

Auswahl und Auslegung

Die Wahl der EPIRB auf einem Handelsschiff ist weitgehend durch die Mitführpflichten des GMDSS festgelegt und keine freie Auswahl, doch Einkäufer entscheiden zwischen Modellen weiterhin nach:

  • Verfallsdaten von Batterie und hydrostatischer Auslösung, die den Austauschplan unabhängig von der Elektronik des Geräts bestimmen
  • GPS-Einbindung gegenüber Geräten ohne GPS, die immer seltener werden und langsamer zu einer genauen Ortung kommen
  • Halterungsbauart passend zum Einbauort und zum nötigen Freiraum für das Aufschwimmen
  • Ländercode, der in die Bake programmiert ist und zur tatsächlichen Flaggenregistrierung des Schiffs passen muss

Vorschriften und Klasse

Die Mitführpflicht ergibt sich aus SOLAS Kap. IV (GMDSS) für alle Schiffe in internationaler Fahrt, wobei die Bake im einschlägigen nationalen oder Cospas-Sarsat-Register auf das Schiff eingetragen sein muss — eine nicht oder falsch eingetragene Bake verzögert Suche und Rettung, auch wenn das Signal selbst empfangen wird. Die Austauschintervalle für Batterie und HRU ergeben sich aus der Typzulassung des Herstellers, üblicherweise etwa fünf Jahre für die HRU und das auf dem Gerät aufgedruckte Batteriedatum; Klassebesichtigungen prüfen die Verfallsdaten unmittelbar, statt den Sender zu erproben, denn eine echte Prüfsendung würde einen tatsächlichen Satellitenalarm auslösen.

Typische Fehler

  • Batterie oder HRU über das aufgedruckte Datum hinaus im Einsatz gelassen — das Gerät löst im Bedarfsfall womöglich nicht zuverlässig aus
  • Registerangaben nach Wechsel von Eigner, Flagge oder Rufnummer nicht aktualisiert — die Rettungsleitstellen erreichen eine tote Leitung oder den falschen Betreiber
  • Korrosion an der Halterung blockiert den HRU-Mechanismus, sodass er selbst nach Auslösen des Druckschalters nicht freigeben kann
  • Die Prüftaste der Bake gedrückt, ohne dem Selbsttestverfahren des Herstellers zu folgen, was Unklarheit darüber schafft, ob ein echter Alarm abgesetzt wurde

Worauf es beim Lieferanten ankommt

  • Aktuelle Typzulassung nach dem für den Flaggenstaat geltenden GMDSS-Leistungsstandard
  • Klare Verfallsdaten von Batterie und HRU, mit dem Gerät geliefert, nicht nur das Herstelldatum der Bake
  • Unterstützung bei der Registrierung oder klare Anleitung, wie der Eintrag im Cospas-Sarsat- oder nationalen Register aktualisiert wird
  • Halterung und Befestigungsteile, geeignet für den ungeschützten Platz an Deck, in seewasserfester, korrosionsbeständiger Ausführung

Ein bestandener Selbsttest ist keine Prüfung der HRU — nehmen Sie den mechanischen hydrostatischen Auslösemechanismus getrennt vom elektronischen Selbsttest in die planmäßige Instandhaltung auf, denn eine blockierte Halterung versagt lautlos bis zu dem Tag, an dem es darauf ankommt.

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