Provianianlagen setzen unterhalb von rund 30 kW fast immer Hubkolbenverdichter ein und wechseln darüber zu Schraubenverdichtern, weil Kolbenventile und -ringe bei den durchgehenden Laufstunden und der höheren Leistung schneller verschleißen, die ein Rotorpaar der Schraube ohne dieselbe hin- und hergehende Belastung bewältigt.
Die 0 Modelle mit den vollständigsten Daten von 0 in Kältemittelverdichter (Kolben / Schraube). Jede Zeile führt zu vollständigen technischen Daten, Dokumenten und Servicehinweisen.
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Der Kältemittelverdichter ist das Bauteil, das Kältemitteldampf vom Verdampferdruck (niedrig) auf den Verflüssigerdruck (hoch) hebt und damit den ganzen Kaltdampfprozess antreibt, der Kühl- und Gefrierräume auf ihrem Sollwert hält. An Bord herrschen zwei mechanische Grundsätze vor: Hubkolbenverdichter, die das Kältemittel mit Kolben in Zylindern über Saug- und Druckventile verdichten, und Schraubenverdichter, die es fortlaufend zwischen kämmenden Schraubenrotoren verdichten. Kolbengeräte sind einfacher, günstiger zu überholen und auf kleineren Proviantanlagen üblich; Schraubenverdichter laufen ruhiger, vertragen einen leichten Flüssigkeitsübertritt besser und sind die übliche Wahl, sobald Leistung oder durchgehende Einschaltdauer wachsen, etwa auf…
Der Kältemittelverdichter ist das Bauteil, das Kältemitteldampf vom Verdampferdruck (niedrig) auf den Verflüssigerdruck (hoch) hebt und damit den ganzen Kaltdampfprozess antreibt, der Kühl- und Gefrierräume auf ihrem Sollwert hält. An Bord herrschen zwei mechanische Grundsätze vor: Hubkolbenverdichter, die das Kältemittel mit Kolben in Zylindern über Saug- und Druckventile verdichten, und Schraubenverdichter, die es fortlaufend zwischen kämmenden Schraubenrotoren verdichten. Kolbengeräte sind einfacher, günstiger zu überholen und auf kleineren Proviantanlagen üblich; Schraubenverdichter laufen ruhiger, vertragen einen leichten Flüssigkeitsübertritt besser und sind die übliche Wahl, sobald Leistung oder durchgehende Einschaltdauer wachsen, etwa auf größeren Kühlschiffen oder Fischereifahrzeugen.
Beherbergt Kolben, Saug- und Druckventile als Lamellen oder Ringe sowie die Kurbelwelle; mehrzylindrige Geräte erlauben eine Leistungsregelung durch das Entlasten einzelner Zylinder.
Ein Haupt- und ein Nebenrotor mit Schraubenprofil, die in einem eng tolerierten Gehäuse kämmen und das Kältemittel ohne Ventile fortlaufend über die Rotorlänge verdichten.
Zylinderentlaster bei Kolbengeräten oder ein verschiebbarer Regelschieber bei Schraubengeräten, mit denen der Verdichter dem Kältebedarf folgen kann, ohne ständig ein- und auszuschalten.
Entfernt das mit dem Druckgas mitgerissene Schmieröl und führt es in das Kurbelgehäuse zurück oder, bei Schraubengeräten, in das Öleinspritzsystem, das die Rotoren zugleich kühlt und abdichtet.
Trennen den Verdichter für die Wartung ab und schützen die Druckseite gegen Überdruck.
Der Umgang mit Kältemitteln fällt unter die Beschränkungen für ozonabbauende Stoffe nach MARPOL Anlage VI, die R22 ausgemustert haben und sich nach dem von vielen Flaggenstaaten übernommenen Zeitplan der Kigali-Änderung um HFKW mit hohem GWP verengen. Die Klassifikationsgesellschaften besichtigen die Kälteanlage als Teil der wiederkehrenden Maschinenbesichtigungen, einschließlich der Prüfung von Druckbehältern und Sicherheitsventilen auf der Hochdruckseite. Ammoniakanlagen tragen wegen der Giftigkeitsgefahr zusätzliche Anforderungen von Klasse und Flagge an Gasdetektion und Lüftung des Maschinenraums.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Verschleiß oder Bruch der Ventilplatte auf Saug- oder Druckseite (Kolbenbauart) | Verlust an Verdichtungswirkungsgrad, fallende Leistung und die Gefahr, dass Bruchstücke den Zylinder beschädigen |
| Flüssigkeitsschlag durch schlechte Überhitzungsregelung | Verbogene Pleuel oder gebrochene Ventile bei Kolbengeräten; bei Schraubengeräten Schäden an Rotoren und Lagern |
| Ölübertritt durch einen versagenden oder verschmutzten Ölabscheider | Öl überzieht die Verdampferflächen, was den Wärmeübergang und mit der Zeit die Kälteleistung mindert |
| Verschleiß des Regelschieberantriebs (Schraubenbauart) | Sprunghafte Leistungsregelung, die Anlage pendelt zwischen den Laststufen und hält den Sollwert nur mühsam |
| Zu geringe Kältemittelfüllung durch eine langsame Leckage | Der Verdichter läuft heiß, taktet kurz und schaltet schließlich wegen zu hoher Druckgastemperatur ab |
Den Verlauf der Druckgastemperatur über Wochen verfolgen, nicht bloß den Alarmsollwert; ein langsames Ansteigen bei unveränderten Umgebungsbedingungen ist fast immer eine zu geringe Füllung oder ein versagendes Ventil, lange vor dem Ausfall erkannt.
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