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Zentrale Klimaanlage (Kaltwassersatz)

Eine zentrale Kaltwasseranlage erzeugt kaltes Wasser an einem oder zwei zentralen Kaltwassersätzen und pumpt es über gedämmte Rohrleitungen zu Lüftungsgeräten in der ganzen Unterkunft, was einen Satz Verdichter zu warten gibt statt Dutzender kleiner Splitgeräte, über das Schiff verstreut.

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Wissen

Was man an einem Zentrale Klimaanlage (Kaltwassersatz) prüft.

Wo eine Splitklimaanlage einen Verdichter an oder nahe jedem versorgten Raum aufstellt, bündelt eine zentrale Kaltwasseranlage die ganze Kälteerzeugung in einem oder zwei Maschinenräumen und verteilt die Kälte als Kaltwasser, typisch mit 6-7°C Vorlauf, über gedämmte Rohre zu Lüftungsgeräten im ganzen Schiff. Das bedeutet nur einen Kältekreis zum Besichtigen und Lecksuchen statt vieler, und die Anlage kann in Teillast mit einem Kaltwassersatz und einem in Reserve laufen, doch es bedeutet auch, dass ohne Redundanz der Ausfall eines einzigen Satzes die Kühlung der ganzen Unterkunft auf einmal nehmen kann.

Was eine zentrale Anlage von Splitgeräten abhebt

Wo eine Splitklimaanlage einen Verdichter an oder nahe jedem versorgten Raum aufstellt, bündelt eine zentrale Kaltwasseranlage die ganze Kälteerzeugung in einem oder zwei Maschinenräumen und verteilt die Kälte als Kaltwasser, typisch mit 6-7°C Vorlauf, über gedämmte Rohre zu Lüftungsgeräten im ganzen Schiff. Das bedeutet nur einen Kältekreis zum Besichtigen und Lecksuchen statt vieler, und die Anlage kann in Teillast mit einem Kaltwassersatz und einem in Reserve laufen, doch es bedeutet auch, dass ohne Redundanz der Ausfall eines einzigen Satzes die Kühlung der ganzen Unterkunft auf einmal nehmen kann.

Zentrale Kaltwasser-Klimaanlage
Anlagenbild einer zentralen Klimakaltwasseranlage: Seewasser kühlt den Verflüssiger des Kaltwassersatzes, die Kaltwasserpumpe wälzt das Kaltwasser zu den Lüftungsgeräten in der Unterkunft um, und die Kaltwasserrücklaufleitung bringt es zum Kaltwassersatz zurück.

Hauptkomponenten

Verdichter und Kältekreis

Schrauben- oder Scrollverdichter fördern das Kältemittel durch einen Verdampfer, in dem es dem Kaltwasserkreis Wärme entzieht, und einen Verflüssiger, in dem diese Wärme an Seewasser oder einen Süßwasserzwischenkreis abgegeben wird.

Kaltwasserkreis

Pumpen wälzen das Kaltwasser vom Verdampfer zu Lüftungsgeräten und Gebläsekonvektoren in Unterkunft und Kontrollräumen um und führen das erwärmte Wasser zum Kaltwassersatz zur erneuten Abkühlung zurück.

Lüftungsgeräte

Die Lüftungsgeräte mischen Frisch- und Umluft, führen sie über ein Kaltwasserregister und verteilen sie über Kanäle mit Klappen, die den Ausgleich je Zone oder Raum regeln.

Verflüssigerkühlung

Die Wärmeabfuhr nutzt entweder eine unmittelbare Seewasserkühlung am Verflüssiger oder einen Süßwasserzwischenkreis, der von der zentralen Kühlanlage des Schiffs gekühlt wird und rohes Seewasser vom Kältemittelverflüssiger selbst fernhält.

Auswahl und Auslegung

Die Kühllast wird aus Unterkunftsfläche, Belegung, Wärmeeintrag durch Sonne und Geräte sowie den Auslegungsumgebungsbedingungen berechnet, unter denen das Schiff fahren soll.

  • Die gesamte Kühllast in kW, typisch auf zwei oder mehr Kaltwassersätze verteilt, um Redundanz zu schaffen.
  • Die Auslegungstemperatur von Seewasser und Luft, denn Fahrten am Golf oder in den Tropen fordern Kaltwassersätze weit stärker als Nordseeverkehre.
  • Die Kältemittelart und ihr rechtlicher Stand (Ausstiegspläne für HFC beeinflussen die langfristige Verfügbarkeit mancher Kältemittel).
  • Der Redundanzgedanke: N+1 Kaltwassersätze gegenüber einem einzelnen zu groß bemessenen Gerät.

Vorschriften und Klasseanforderungen

Die Klassevorschriften fordern, dass Unterkunft, Ruderhaus und Kontrollräume in festgelegten Temperatur- und Feuchtebereichen gehalten werden, und setzen eine Mindestleistung für Lüftung und Klimatisierung im vorgesehenen Fahrtgebiet des Fahrzeugs. Der Umgang mit Kältemitteln fällt unter die Bestimmungen von MARPOL Anlage VI zu ozonabbauenden Stoffen und, je nach Flagge und Kältemittelart, unter regionale Regelungen zu fluorierten Gasen für Lecksuche und Eintragung von Nachfüllungen. Die wiederkehrende Besichtigung umfasst eine Druckprüfung des Kältekreises und den Nachweis der Leckerkennungsvorkehrungen im Maschinenraum.

Typische Fehler

FehlerUrsacheFolge
KältemittelleckageSchwingungsermüdung an Rohrverbindungen, korrodierte ArmaturenFallende Kühlleistung, kurze Taktzyklen des Verdichters, Meldepflicht gegenüber der Umweltbehörde
Verschmutzter VerflüssigerMeeresbewuchs oder Belag auf den seewassergekühlten RohrenSteigender Verflüssigungsdruck, geringerer Wirkungsgrad, Auslösen bei Hochdruck
Zu geringer KaltwasserstromLuft in der Pumpe, teilweise geschlossenes Ventil, verlegter FilterUngleiche Kühlung, Vereisungsgefahr am Verdampfer
Verdichter löst bei Hochdruck ausVerlust des Kühlwasserstroms am VerflüssigerVerlust dieses Kaltwassersatzes, die Anlage fällt auf das Reservegerät zurück, sofern vorhanden

Worauf es beim Lieferanten ankommt

  • Eine bestätigte Leistung bei der wirklichen Auslegungstemperatur von Seewasser und Umgebungsluft des Fahrzeugs, nicht bei einer Prüfstandsbedingung.
  • Eine Kältemittelwahl mit einer klaren Aussicht auf langfristige Verfügbarkeit angesichts der Ausstiegspläne.
  • Redundanz- und Reservevorkehrungen, passend zum Einsatzprofil und zur Unterkunftsgröße des Schiffs.
  • Örtliche Serviceunterstützung oder ein Schulungspaket, denn Elektronik und Steuerungen der Kaltwassersätze unterscheiden sich zwischen den Herstellern erheblich.

Ein langsamer, ungeklärter Anstieg des Verflüssigungsdrucks über Wochen ist fast immer eine Verschmutzung des Verflüssigers und kein Kältemittelfehler, und Reinigen ist billiger, als dem mit Kältemittelnachfüllungen hinterherzulaufen.

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