Eine Tiefgangsermittlung macht aus Ablesungen des Freibords an sechs Punkten rund um den Rumpf eine Ladungsmasse, genau genug, um ein Konnossement abzurechnen, und die dazu nötige Ausrüstung dreht sich weniger um Elektronik als darum, eine bewegte Wasserlinie gleichmäßig abzulesen.
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Der Ladungsrechner ermittelt, welchen Tiefgang und Trimm das Schiff bei einer bestimmten Verteilung der Ladung haben sollte; die Ausrüstung für die Tiefgangsermittlung leistet das Gegenteil und misst, welchen Tiefgang und Trimm es wirklich hat, damit sich die geladene oder gelöschte Ladungsmenge unabhängig belegen lässt. Das ist das Verfahren, mit dem die Masse von Massengut bestimmt wird - Erz, Getreide, Kohle - wo keine Waage die Ladung unmittelbar wiegen kann, und es hängt an genauen Ablesungen und nicht an der Rechnung.
Der Ladungsrechner ermittelt, welchen Tiefgang und Trimm das Schiff bei einer bestimmten Verteilung der Ladung haben sollte; die Ausrüstung für die Tiefgangsermittlung leistet das Gegenteil und misst, welchen Tiefgang und Trimm es wirklich hat, damit sich die geladene oder gelöschte Ladungsmenge unabhängig belegen lässt. Das ist das Verfahren, mit dem die Masse von Massengut bestimmt wird - Erz, Getreide, Kohle - wo keine Waage die Ladung unmittelbar wiegen kann, und es hängt an genauen Ablesungen und nicht an der Rechnung.
In den Rumpf geschnittene oder aufgeschweißte Tiefgangsmarken an Bug, mittschiffs und Heck auf beiden Seiten bleiben die vorrangige Bezugsgröße; manche Fahrzeuge ergänzen ferngebende Tiefgangsanzeiger mit Drucksensoren oder Ultraschallgebern nahe den Marken für eine Anzeige auf der Brücke, doch die körperlichen Marken bleiben für eine Ermittlung die rechtliche Bezugsgröße.
Die Dichte des Wassers am Liegeplatz des Schiffs muss gemessen werden, denn die Verdrängung in Süß- und in Salzwasser fällt verschieden aus, und eine Ermittlung im brackigen Mündungswasser ohne Dichtekorrektur liefert selbst bei fehlerfreien Ablesungen eine falsche Ladungszahl.
Peilungen der Tanks für Brennstoff, Süßwasser und Ballast sind nötig, um die Ablesungen des Tiefgangs um alles an Bord außer der Ladung zu berichtigen, weshalb eine Ermittlung nur so genau ist wie die Tanktabellen und das Peilband oder der elektronische Geber, mit denen sie genommen werden.
Die heutige Arbeit an einer Tiefgangsermittlung läuft über Software, die auf die rohen Ablesungen Korrekturen für die Durchbiegung des Rumpfes und für Hogging/Sagging anwendet, statt von Hand gerechnet zu werden, oft mit dem Ladungsrechner des Schiffs verbunden oder in ihn eingebaut.
Eine Frage der Auslegung im üblichen Sinn gibt es nicht; zu entscheiden ist, auf welches Ableseverfahren sich das Schiff festlegt (körperliche Marken, vom Boot aus oder mit dem Auge von der Lotsenleiter abgelesen, gegenüber einer ferngebenden Anlage) und ob die Rechensoftware nach einem Umbau oder einer größeren Instandsetzung mit den neuesten Werten für Tragfähigkeit und Hydrostatik des Schiffs gepflegt wird. Eine Ermittlung gegen veraltete hydrostatische Tabellen liefert eine mit voller Überzeugung falsche Zahl.
Die Tiefgangsermittlung selbst ist ein handelsübliches Verfahren zur Bestimmung der Ladungsmenge und keine gesetzliche Anforderung, doch ihre Genauigkeit trägt die Einhaltung der Freibordmarke, denn ein falsch beladenes Schiff kann am Ende ein falsches Freibord haben, ohne dass es jemand allein am Tiefgang bemerkt. Die Klassifikationsgesellschaften bescheinigen das Verfahren der Tiefgangsermittlung nicht, doch die darin genutzten Daten zu Hydrostatik und Durchbiegung des Rumpfes stammen aus den zugelassenen Stabilitäts- und Ladungshandbüchern des Schiffs, die der Zulassung durch die Klasse unterliegen und den Zustand des Fahrzeugs wie gebaut und wie geändert wiedergeben müssen.
Eine Tiefgangsermittlung ist nur so gut wie ihre schwächste Eingabe - eine schlecht abgelesene Tiefgangsmarke oder eine ausgelassene Dichteprobe kann die Ladungszahl um Dutzende Tonnen verschieben, und keine noch so ausgefeilte Software gleicht danach eine schlechte Ablesung an der Reling aus.
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