Main Engine 2-Stroke · Main Engines (2-Stroke)
The Sulzer 12RTA84T is a low‑speed, two‑stroke marine diesel engine delivering 45 840 kW at 76 rpm, featuring a conventional camshaft and constant‑pressure turbocharging for large vessels.
Sulzer 12RTA84T – 12-Zylinder-Reihen-Zweitakt-Kreuzkopf-Dieselmotor, Bohrung 840 mm, Hub 2400 mm, zahnradgetriebene Nockenwelle, Baureihe T (Tanker-Optimierung). Niedrigere Nenndrehzahl und Leistungsoptimierung für Tankschiffe und Massengutfrachter.
Die RTA84T wurde als Tanker-Variante der RTA84-Baureihe entwickelt, mit Optimierung auf niedrigere Drehzahlen und höheren Wirkungsgrad bei Teillast – typisch für Tanker-Betriebsprofile mit langen Seereisen bei konstanter Last. Identische Bohrung/Hub wie die C-Variante (840/2400), aber unterschiedliche Steuerzeiten und Turbolader-Abstimmung. 12-Zylinder-Konfiguration mit erheblicher Baulänge. Zahnradgetriebene Nockenwelle, VIT, Pulse-Schmiersystem und CLU-Konzept. Bei Tanker-Einsatz zusätzliche Aufmerksamkeit auf Cargo-Heizung-Abwärmeintegration und Inertgas-Generierung.
| Parameter | Expected | Deviation means |
|---|---|---|
| Maximaler Zünddruck (Pmax) | 135–150 bar (Tanker-Abstimmung, lastabhängig) | Abweichung >5 bar zwischen Zylindern weist auf VIT-Fehljustierung oder Einspritzdüsen-Verschleiß hin. Bei Tanker-Dauerbetrieb gleichmäßigerer Verschleiß als bei Container-Betrieb zu erwarten. |
| Abgastemperatur nach Zylinder | 330–390 °C bei Tanker-Nennlast (70–85 % MCR) | Temperaturstreuung >25 °C: Ungleiche Einspritzung oder Luftverteilung. Bei Schweröl-Betrieb (typisch Tanker) Düsenverkokung als häufige Ursache. |
| Kühlwassertemperatur Laufbuchse | 75–85 °C Eintritt / max. 95 °C Austritt | Erhöhte Temperaturen: Kalkablagerung oder Laufbuchsenriss. Bei Tanker-Langzeitbetrieb Korrosionsinhibitor-Konzentration besonders überwachen. |
| Zylinderschmieröl-Verbrauch | 0,9–1,3 g/kWh | Bei Schweröl mit hohem Schwefelgehalt (Tanker-typisch) kann höhere Dosierung (bis 1,5 g/kWh) erforderlich sein. TBN-Abstimmung auf Brennstoffschwefelgehalt kritisch. |
| Spülluftdruck | 2,5–3,2 bar abs. bei Nennlast | Niedriger Druck bei Tanker-Last deutet auf Turbolader-Verschmutzung hin. Ladeluftkühler-Reinigung und Turbinenwaschwirksamkeit prüfen. |
| Kurbelwellen-Deflexion | ±0,05 mm (lastabhängig, Tiefgangs-korrigiert) | Bei Tankern starke Abhängigkeit vom Beladungszustand. Deflexionswerte IMMER mit Tiefgang und Trimm dokumentieren. Überschreitung: Fundamentprobleme oder Lagerverschleiß. |
| Turbolader-Abgastemperatur vor/nach Turbine | Vor Turbine: 380–450 °C / Nach Turbine: 220–280 °C bei Nennlast | Erhöhte Temperaturen nach Turbine: Reduzierter Turbinenwirkungsgrad, Verschmutzung. Bei Tanker-Betrieb Rußablagerung durch Schweröl verstärkt. |
| Schmieröldruck Hauptlager | 3,5–5,0 bar bei Nennlast | Druckabfall: Lagerspiel-Zunahme, Ölpumpen-Verschleiß oder Ölfilter-Verstopfung. Öltemperatur und Viskosität gegenprüfen. |
Symptoms: Erhöhte Abgastemperatur am betroffenen Zylinder Ungleichmäßiger Leerlauf Erhöhte Rauchentwicklung Zünddruckabweichung
Causes: Schlechte Brennstoffaufbereitung (Separator, Homogenizer), Unzureichende Vorwärmtemperatur des Schweröls, Katalytische Feinpartikel (Cat Fines) im Brennstoff
Preventive: Brennstoffaufbereitung streng überwachen. Vorwärmtemperatur gemäß Viskositätsvorgabe einhalten. Einspritzdüsen-Öffnungsdruckprüfung alle 4000–6000 Betriebsstunden. Cat-Fines-Gehalt im Brennstoff unter 15 ppm halten.
Symptoms: Plötzlicher Temperaturanstieg im Abgaskessel Funkenflug am Schornstein Abgasrückstoß in Maschinenraum Druckanstieg im Kessel
Causes: Unzureichende Rußbläser-Wartung, Betrieb bei Niedriglast ohne ausreichende Rußentfernung, Undichte Kessel-Rohre mit Ölkontamination
Preventive: Rußbläser-Automatik regelmäßig testen. Nach Niedriglast-Phasen manuelle Rußbläserreinigung durchführen. Kesseltempraturen überwachen und bei Anzeichen sofort Brennstoffzufuhr unterbrechen.
Symptoms: Erhöhter Zylinderschmierölverbrauch Blow-by-Zunahme Kolbenring-Bruch Erhöhter Liner-Verschleiß bei Scavengeport-Inspektion sichtbar
Causes: Unzureichende TBN im Zylinderöl bei hohem Schwefelgehalt im Brennstoff, Kaltkorrosion bei häufigem Niedriglastbetrieb, Unzureichende Zylinderöl-Dosierung
Preventive: TBN-Abstimmung auf tatsächlichen Schwefelgehalt im Brennstoff. Zylinderschmierölqualität regelmäßig analysieren (Scrapdown-Analyse). Bei Niedriglastbetrieb Slow-Steaming-Maßnahmen gemäß Herstellerempfehlung umsetzen.
Symptoms: Metallpartikel im Getriebeöl Verändertes Geräuschbild Timing-Drift der Einspritzung und Ventilsteuerung
Causes: Materialermüdung bei hoher Betriebsstundenzahl, Fehlausrichtung durch Fundamentveränderung, Schmierölalterung
Preventive: Schmierölanalyse auf Eisenabrieb alle 1000 Betriebsstunden. Flankenspiel-Messung alle 8000 Betriebsstunden. Schwingungsüberwachung am Getriebegehäuse installieren.
MARPOL Annex VI NOx-Compliance gemäß Baujahr (Tier I/II). EEXI-Berechnung und Engine Power Limitation (EPL) bei älteren Tankern besonders relevant. Bei Tanker-Betrieb in ECA-Gebieten Brennstoff-Schwefelgehalt-Compliance (0,10 % S) oder Scrubber-Anforderungen beachten. Condition Assessment Scheme (CAS) für ältere Tanker gemäß MARPOL Annex I. Öltagebuch (Oil Record Book) und Ladungsbezogene Dokumentation bei Tankern zusätzlich prüfen.
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